Methoden

 

 

Die Grundinstrumentarien der therapeutischen Arbeit entstammen den folgenden Psychotherapieformen:

Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei der psychotherapeutischen Bearbeitung von Belastungen aus der vorgeburtlichen Zeit, der Geburt und der frühesten Kindheit, die uns prägen und Langzeitwirkungen haben können. Drei dieser Methoden werden im Folgenden beschrieben:

 

Bindungsanalyse

Die Bindungsanalyse unterstützt den Prozess der Individuation von den Wurzeln her. Sie kann rückwirkend bei Erwachsenen und Jugendlichen oder präventiv während der Schwangerschaft ansetzen:

Die "Bindungsanalyse für Erwachsene und Jugendliche" ermöglicht sich auf seelische Inhalte aus der Zeit vor der Geburt, der Geburt und bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres einzulassen, um Traumata zu bearbeiten:

Bindungsanalytisch wird regelmäßig 2-4 mal pro Woche einzeln gearbeitet. Nach einer Einstimmung auf das Körperinnere wird die Aufmerksamkeit auf die Körperempfindungen gelegt. Sie rühren an das Zellgedächtnis und Erfahrungen im Leib der Mutter. Diese werden mentalisiert und in ihrem Bedeutungszusammenhang erfasst.

Die "Mutter-Kind-Bindungsanalyse" dient der vorgeburtlichen Harmonisierung und Vertiefung der Beziehung zwischen Mutter, Vater und Kind. Sie wirkt präventiv, da von Anfang an die seelische und körperliche Entwicklung des Babys im Mittelpunkt steht. Die Mutter lernt zu spüren, was es empfindet und braucht, das Baby sucht daher intensiv die Begegnung um die notwendige Resonanz zu erfahren. Dadurch entwickelt sich sein Selbsterleben und das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen. Gestärkt geht es in seine Geburt und sein Leben.
Weitere Informationen zur Mutter-Kind-Bindungsanalyse, Ablauf, Wirkung, Erfahrungen siehe Folder (.pdf).

 

Pränatale Therapie und Geburtstherapie

Die Pränatale Therapie und Geburtstherapie findet zu frühen Erlebnis- und Erfahrungswelten Zugang. Durch sanfte Körperarbeit werden aus dem Zellgedächtnis auch Geschehnisse und Gefühle vor dem Ende des zweiten Lebensjahres belebt, die dem mentalen Gedächtnis normalerweise nicht zugänglich sind.
Frühe Störungen äußern sich oft in diffusen Ängsten, Orientierungsschwierigkeiten, Essstörungen und Schlafstörungen, Bindungsschwierigkeiten, Verlustängsten und daraus resultierenden Einsamkeiten, chronischen Verspannungen und Schmerzen, die allein durch Körpermanipulationen oder andere Methoden nicht nachhaltig behandelbar sind. Meine Methode kommt an Ursachen von frühen Störungen. Der behutsame Zugang zum Zellgedächtnis geht entlang einer vom Klienten empfundenen inneren Linie und findet in einem getragenen Feld statt. Dadurch können auch früheste Erfahrungen und für das ganze Leben prägende Auswirkungen aufgelöst werden, was Heilung bewirkt.

Diese körperorientierte Psychotherapie wird in Kleingruppen an Wochenenden themenoffen oder themenzentriert angeboten (siehe Seminare). In den themenoffenen Gruppen verarbeiten sie Themen, die sie zur Zeit beschäftigen bis in den Hintergrund der frühesten Erfahrungen. In den themenspezifischen Gruppen lernen sie die wichtigsten körperlichen und psychischen Entwicklungsschritte des Embryos und Fötus, die Stadien der Geburt und Rekapitulationszyklen kennen, tauchen über Regressionsarbeit in die eigene frühe Biografie ein und können frühes traumatisches Material in die Lebenswelten holen.

Durch erneute Körpererfahrungen und positive Gefühle kann eine neurologische Neuverknüpfung im Gehirn erfolgen. Einfühlende präzise Unterstützung, Besinnung auf die eigenen Kraftquellen und eine klare Intention hilft, das frühe Erleben von seinen traumatischen Elementen zu befreien. Neue lebenserleichternde Verhaltensmuster können entstehen.

In dieser Selbsterfahrung wirkt die Kleingruppe als sozialer Uterus.

 

Babycounseling und Babytherapie

"Babycounseling/beratung" trägt dazu bei, vorhandene Kompetenzen der Familie zu nutzen und eine tragfähige Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen. Es soll verhindern, das sich früheste Störungen verfestigen und die weitere Entwicklung beeinträchtigen. Dysfunktionale Familiendynamiken können vorzeitig erkannt werden bevor sich frühkindliche Verhaltensstörungen einschleifen.

"Babytherapie" ist eine spezielle Form der Psychotherapie, ein wissenschaftlich begründetes Verfahren zur Behandlung von Babys mit ihren Eltern und anderen Bezugspersonen. Sie dient der Besserung von psychischen und somatischen Störungen von Babys, die aus der Zeit vor der Geburt, der Geburt oder danach bis zum Ende des zweiten Lebensjahres stammen können.

Im geschützten therapeutischen Raum kann einfühlsam und präsent auf das Baby mit seiner frühen Geschichte und seinen frühen Erfahrungen eingegangen werden. Es kann in besonderer Weise unterstützt werden, seine Gefühle zu äußern, zu weinen, zu toben, sich sicher fühlen lernen, zu freuen und zu verbinden, mit sich selbst, seiner Mutter, seinem Vater.

Durch gezielte sanfte Berührung des Kopfes oder anderer Körperteile und Fokussierung auf seine Geschichte können frühe Traumatisierungen verarbeitet und optimale Startbedingungen für eine gesunde Entwicklung geschaffen werden.

Die Behandlung von Babys und Kleinkindern ist angezeigt bei exzessivem unstillbarem Weinen, Schlaf- und Ernährungsstörungen, Bindungs- bzw. Mutter-Kind-Interaktionsschwierigkeiten, nach schwieriger Schwangerschaft, Frühgeburt und sonstigen Komplikationen, schwerer Geburt (Kaiserschnitt, Saugzange oder Saugglocke), Steißlage, Zwillingsschwangerschaft oder -verlust, zu langer oder sehr kurzer Entbindung mit Folgen, zur Verarbeitung von Narkosen- und Medikamentenverarbeitung, bei nichtgeglücktem Bonding (Mutter-Kind-Anbindung) nach der Geburt, Stress in der Familie durch schwere Krankheiten oder Tod naher Angehöriger während und knapp nach der Schwangerschaft.

Sowohl die in der Berufspraxis mit Schwangeren, Babys und Kleinkindern Tätigen als auch die Säuglingsforschung und klinische Erfahrungen bestätigen die Wichtigkeit früher Prävention und Intervention.